Der Börsen-Tag:09:26 Regierungsberater: Rezession in Niederlanden nicht zu verhindern – n-tv NACHRICHTEN

11:56 Uhr

Euphorie verflogen – Dax backt kleinere Brötchen

Nach den deutlichen Gewinnen der vergangenen zwei Tage haben am deutschen Aktienmarkt wieder die roten Zahlen dominiert. Gegen Mittag notierte der Dax 1,5 Prozent tiefer bei 9729 Punkten. Die Euphorie über die massiven Konjunkturpakete dies- und jenseits des Atlantiks lasse nun nach, kommentierte ein Analyst. Der MDax sank um 0,8 Prozent auf 20.592 Zähler. Der Der EuroStoxx50 büßte 1,5 Prozent auf 2757 Stellen ein.

Trotz des schwachen Umfelds bauten die Papiere des Medizinkonzerns Fresenius und des Versorgers Eon mit plus 1,6 beziehungsweise plus 2,8 Prozent ihre Vortagesgewinne aus. Fresenius Medical Care (FMC) gewannen gut 1,5 Prozent. Fresenius-Chef Stephan Sturm sieht trotz der zugespitzten Coronavirus-Krise keinen Grund für eine Korrektur der Prognose. Schlusslicht im Dax waren BASF mit minus 4,7 Prozent.

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11:30 Uhr

Daimler plant Kurzarbeit im April

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(Foto: imago images/Arnulf Hettrich)

Daimler wird angesichts der Coronavirus-Pandemie für einen Großteil der Produktion und ausgewählte Verwaltungsbereiche in Deutschland Kurzarbeit beantragen. Darauf haben sich Vorstand und Gesamtbetriebsrat geeinigt, wie der Dax-Konzern mitteilte. Der Autokonzern reagiere damit auch auf die zunehmend schwierigen wirtschaftlichen und sozialen Rahmenbedingungen. Kurzarbeit sei ab dem 6. April bis zunächst 17. April geplant.

Von der Maßnahme seien sowohl Pkw-, Transporter- und Nutzfahrzeug-Werke des Unternehmens in Deutschland betroffen. Die konkrete Ausgestaltung der Kurzarbeit werde aktuell standortspezifisch in lokalen Betriebs-vereinbarungen geregelt. Die Daimler-Aktie gab kurz vor Mittag um 3,3 Prozent nach.

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11:05 Uhr

IW spielt zwei Varianten des deutschen Wirtschaftseinbruchs durch

Mehrere Kräne stehen auf dem Werksgelände des Herstellers Liebherr. Foto: Thomas Warnack/Archivbild

(Foto: Thomas Warnack/dpa)

Die Corona-Pandemie ist zu einer massiven Bedrohung für die deutsche Wirtschaft geworden. Neue Berechnungen des arbeitgebernahmen Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) zeigen, wie sehr das Wirtschaftswachstum unter der Krise leiden könnte.

Im glimpflichen Fall gilt der aktuelle Lockdown bis Ende April. Doch auch danach dauert es noch einige Wochen, bis sich die Industrie wieder eingependelt hat. Unter diesen Annahmen wird das BIP-Wachstum des Jahres um rund 5 Prozent geringer ausfallen als ohne die Corona-Krise. Besonders die Industrie müsste ein schwächeres Wachstum in Kauf nehmen – in dem beschriebenen Positivszenario beläuft sich ihr Minus auf rund 10 Prozent.

Dauert der Lockdown allerdings bis Ende Juni, so wären die Folgen weitaus gravierender: In diesem Fall würde das BIP um 10 Prozent gegenüber einem normalen Jahresverlauf einbrechen. Die Industrie würde es mit einem Minus von 18 Prozent erneut stärker treffen. Bis zum Jahresende könnte die Krise in diesem Fall noch andauern.

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10:53 Uhr

Bahn meldet schrumpfenden Gewinn

Die Deutsche Bahn hat – mal wieder – ein schwieriges Jahr hinter sich. Der Gewinn des Staatskonzerns schrumpfte 2019 und wird auch in kommenden Jahren frühere Höhen nicht mehr erreichen. Im vergangenen Jahr sank der Betriebsgewinn (Gewinn vor Steuern und Zinsen – Ebit) um 13 Prozent auf rund 1,8 Milliarden Euro gesunken. Der Umsatz betrug 44,4 Milliarden Euro.

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie für dieses Jahr seien nicht genau absehbar, teilte die Bahn weiter mit. Internen Unterlagen zufolge war für 2019 – also vor der Krise – bereits ein Gewinnrückgang auf 1,3 Milliarden Euro erwartet worden.

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10:43 Uhr

Airbus reduziert Produktion von Flugzeugflügeln

Airbus wird in den nächsten drei Wochen ihre Flügel-Fertigung in Deutschland und Großbritannien deutlich zurückfahren. An den Standorten Filton und Broughton werden nach Angaben des Flugzeugherstellers die Osterferien verlängert, in Bremen die Arbeitswoche verkürzt.

In Frankreich und Spanien hatte Airbus die wegen der Coronavirus-Pandemie für vier Tage gestoppte Fertigung zu Wochenbeginn wieder angefahren. In Großbritannien, Deutschland und den USA hat es bislang keine Einschränkungen gegeben.

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10:07 Uhr

Corona lässt auch Kurse der Immobilienaktien sinken

Verluste haben am Vormittag auch die Immobilienwerte verbucht. Im Dax verloren Vonovia 1,4 Prozent. Im MDax gaben Deutsche Wohnen 0,7 Prozent und Grand City Properties 1,7 Prozent nach.

Die Coronavirus-Pandemie dürfte nach Einschätzung von Ökonomen den Anstieg der Mieten und Immobilienpreise dämpfen. Selbst ein Ende des zehnjährigen Immobilienbooms in Deutschland sei denkbar, wenn sich die Krise noch Monate hinziehe und der Alltag der Menschen stark eingeschränkt bleibe. Angesichts der Unsicherheit über die Folgen der Pandemie und der Ausgangsbeschränkungen dürfte der Wohnungsmarkt in den nächsten beiden Monaten zum Erliegen kommen, sagte Michael Voigtländer, Immobilienexperte am Institut der deutschen Wirtschaft (IW).

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09:56 Uhr

Condor will wohl Überbrückungskredit verlängern lassen

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(Foto: picture alliance/dpa)

Condor reagiert auf die Corona-Pandemie: Der Ferienflieger will einem Bericht zufolge den vom Staat verbürgten Überbrückungskredit verlängern lassen. Einen entsprechenden Antrag habe das Unternehmen bereits gestellt, schreibt das Fachmagazin „fvw“. Grund seien Unsicherheiten in Folge der weltweiten Coronavirus-Krise, die auch den Käufer, die polnische Luftverkehrs-Holding und LOT-Mutter PGL erfasst haben. Condor wollte zu dem Bericht keine Stellung nehmen.

Noch ist der von den Gläubigern verabschiedete Schutzschirmplan nicht rechtskräftig, so dass die vereinbarte Übernahme noch nicht vollzogen werden kann. Condor hat bislang stets erklärt, dass dem Geschäft seitens der PGL nichts im Wege stehe.

Der Kredit über 380 Millionen Euro wurde von der staatlichen KfW-Bank gewährt, wobei der Bund und das Land Hessen als Bürgen aufgetreten sind. Das Geld muss nach bisheriger Planung spätestens am 15. April nebst Zinsen zurückgezahlt werden.

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09:47 Uhr

Fallende Kurse in Asien – Nikkei verliert kräftig

Die Furcht vor dem Verlust von Arbeitsplätzen in den USA im Zuge der Corona-Krise hat die asiatischen Anleger am Donnerstag verunsichert. Zwar hat der US-Senat grünes Licht für ein 2 Billionen Dollar schweres Hilfspaket gegeben, mit dem die Auswirkungen der Pandemie auf die Bevölkerung abgefedert werden sollen. Allerdings stellen sich viele Investoren die Frage, ob das reicht, um einen schweren Schlag gegen die Wirtschaft zu vermeiden.

In Japan sackte der 225 Werte umfassende Nikkei 4,5 Prozent ab auf 18.665 Zähler. In China lagen die Kurse leicht im Minus.

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09:38 Uhr

Ifo: Coronavirus setzt deutscher Exportwirtschaft stark zu

Die deutsche Exportwirtschaft leidet wegen des Coronavirus – die Stimmung hat sich laut einer Umfrage des Ifo-Instituts rapide verschlechtert. Der Index für die Exporterwartungen sei im März um 18,7 Punkte auf minus 19,8 Punkte gefallen, teilte das Forschungsinstitut in München mit. Ifo-Präsident Clemens Fuest zufolge ist dies der stärkste Rückgang seit der Wiedervereinigung und der niedrigste Wert seit Mai 2009.

Die weltweiten Beschränkungen zur Eindämmung der Epidemie würden den Handel bremsen und die Logistik erschweren, sagte Fuest weiter. Die Ifo-Exporterwartungen basieren auf einer Umfrage unter etwa 2300 Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes. Als Exportnation ist Deutschland von einem Rückgang des Welthandels stark betroffen. Besonders deutlich hat sich die Stimmung laut den Umfrage-Ergebnissen in der Automobilindustrie und bei den Maschinenbauern eingetrübt.

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09:26 Uhr

Regierungsberater: Rezession in Niederlanden nicht zu verhindern

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(Foto: imago/Passage)

Lange Gesichter auch im Land der Tulpen, Grachten und Windmühlen: In den Niederlanden ist Regierungsberatern zufolge wegen der Corona-Krise die erste Rezession seit sieben Jahren nicht zu vermeiden.

Sollte die Wirtschaft durch Ausgangssperren für sechs Monate heruntergefahren werden, dürfte das Bruttoinlandsprodukt 2020 um bis zu 7,7 Prozent einbrechen, hieß es. Auch im günstigsten Fall werde die Wirtschaftsleistung noch um 1,2 Prozent schrumpfen.

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09:10 Uhr

Dax startet deutlich schwächer

Mit deutlichen Abschlägen ist der deutsche Aktienmarkt in den Handel gestartet. Der Dax verlor 2,1 Prozent auf 9659 Punkte. Der MDax gab um 1,0 Prozent auf 20.567 Zähler nach. Der TecDax verringerte sich um 1,5 Prozent auf 2506 Stellen. Mit dem EuroStoxx50 ging es um 2,1 Prozent auf 2740 Punkte runter. Die Corona-Krise wirkt sich deutlich auf das Konsumverhalten der Deutschen aus. Der entsprechende GfK-Indikator für April lag deutlich unter dem prognostizierten Wert.

Im Dax lagen Fresenius mit plus 1,8 Prozent klar an der Spitze. Die meisten Werte verbilligten sich aber. Besonders stark verloren Bayer mit minus 3,0 Prozent.

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08:49 Uhr

Fresenius wappnet sich mit mehr Intensivbetten für Corona-Krise

Der Gesundheitskonzern Fresenius mit seinen 86 Krankenhäusern ist von der raschen Ausbreitung des Coronavirus überrascht und will die Zahl seiner Intensivbetten ausbauen. Die Entwicklung verlaufe „viel dynamischer“ als von ihm erwartet, sagte Vorstandschef Stephan Sturm gegenüber der „Wirtschaftswoche“. Er sehe zwar derzeit keine Engpässe. Hygieneartikel wie Masken und Handschuhe seien ausreichend vorhanden. Allerdings könne er nicht garantieren, dass zum Höhepunkt der Krise Personal und Ausrüstung ausreichen werden.

Derzeit werde in den konzerneigenen Helios Kliniken eine „niedrige dreistellige Zahl“ an Corona-Patienten behandelt. Von den derzeit rund 28.000 Intensivbetten in Deutschland stehen knapp 1000 in den Helios Kliniken.

  • „Wir werden die Zahl wohl nicht verdoppeln können, aber wir werden sie ganz erheblich steigern“, kündigte Sturm an.

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08:33 Uhr

Konsumklima so mies wie seit Finanzkrise nicht mehr

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(Foto: picture alliance / Daniel Bockwo)

Die Corona-Krise hat die Verbraucherstimmung in Deutschland auf das niedrigste Niveau seit der Finanzkrise gedrückt. Für April prognostizierten die Marktforscher der GfK einen Rückgang ihres Konsumklima-Barometers um 5,6 Zähler auf 2,7 Punkte. Niedriger war der Wert zuletzt im Mai 2009. Ökonomen hatten nur einen Rückgang auf 7,1 Punkte erwartet.

Die Verbraucher sehen laut GfK wirtschaftlich „sehr schwierige Zeiten“ auf Deutschland zukommen. Das Barometer für die Konjunkturerwartung büßte aktuell 20,4 Zähler ein und rutschte auf minus 19,2 Punkte. Ein niedrigerer Wert wurde zuletzt im August 2012 gemessen.

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08:13 Uhr

Börsianer haben GfK-Index genau im Blick

In Erwartung weiterer Konjunkturdaten wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge niedriger starten. Gestern hatte er dank der Rettungspakete von Bund und US-Regierung 1,8 Prozent im Plus bei 9874,26 Punkten geschlossen.           

Nach dem Absturz des Ifo-Index, der die Stimmung in den deutschen Chef-Etagen widerspiegelt, werden Börsianer genau beobachten, wie sich die Coronavirus-Pandemie auf die Kauflaune der Verbraucher niederschlägt. Experten rechnen mit einem Rückgang des GfK-Index auf 7,1 Punkte von 9,8 Zählern.

Außerdem berät die Bank von England (BoE) über ihre Geldpolitik. Nach der Notfall-Zinssenkung der vergangenen Woche und der geplanten Ausweitung der Wertpapierkäufe erwarten Experten vorerst keine weiteren Schritte.

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07:43 Uhr

Goldnachfrage leidet unter Ausgangssperre

Am Ölmarkt fallen die Preise, wobei die Ausschläge aktuell deutlich geringer ausfallen als zuletzt. Der Goldpreis gibt um 0,8 Prozent nach. Laut den Experten der Commerzbank dürfte die Goldnachfrage unter der Ausgangssperre im wichtigen Goldabnehmerland Indien leiden. Schätzungsweise dürfte die Nachfrage der dortigen Schmuckindusrie um 30 Prozent sinken.

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07:38 Uhr

Tokio fällt der Nikkei-Index

Anders als zumeist an den Vortagen ist an den ostasiatischen Börsenplätzen keine einheitliche Tendenz abzulesen. Weiter dominiert das Abwägen der weltweiten Gegenmaßnahmen gegen die Folgen der Coronavirus-Pandemie das Geschehen. An der Wall Street hatten die Indizes zwar zugelegt, allerdings waren sie im Späthandel in einem Schwächeanfall nochmals deutlich von den Hochs zurückgekommen.

In Tokio fällt der Nikkei-Index deutlich zurück um 3,3 Prozent auf 18.895 Punkte, nachdem er am Vortag seinen prozentual höchsten Tagesgewinn seit 11 Jahren verzeichnet hatte. In Sydney ging es um 2,4 Prozent kräftig nach oben. Auch in Seoul lautet die Tendenz fest, wohingegen sich die Indizes in Schanghai und Hongkong nur wenig bewegen. In Indien wiederum legt das Marktbarometer kräftig zu.

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